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Meine Arbeit kennt seit Jahren
2 Konstanten. Eine davon ist die materielle Grundlage: eine natürliche oder naturnahe Farbe, bestehend aus Erd- und Mineralpigmenten sowie natürlichen Bindemitteln wie Leinöl, Ei und Bienenwachs. Mit Joseph Beuys, der damit die Stofflichkeit von Filz und Wachs meinte, könnte man von einer diesen Farben eigenen "Wärmequalität" sprechen.
Die andere Konstante ist die hohe Bedeutung einer spezifischen Farbwahl. Hier dominieren nicht die reinen Farben, sondern die Zwischentöne. Manche verdanken sich der reichen Palette verfügbarer Pigmente, andere entstehen im Prozess des Mischens. Neben zahllosen natürlichen Ockertönen gibt es eine Vorliebe für die mit Weiß zum Pastell aufgehellte Farbe. Immer aber prägt diese Farbigkeit ganz wesentlich die Atmosphäre des Bildes.
Wenn Material und Farbwahl als Fixpunkte dieser Malerei gelten können, so ist das Thema dem Wechsel unterworfen. Bis vor wenigen Jahren waren die Bilder überwiegend abstrakt. Nun entstehen unterschiedliche Werkgruppen mit wechselnden Themen.
Seit dem Jahre 2005 tauchen Personen vor weitgehend leeren Farbräumen auf. Eine oder mehrere Personen - Frauen, Paare oder Frauen mit Kindern - sind meist mit dem Rücken zum Betrachter dargestellt, in eine imaginäre Landschaft blickend. Sie entstehen überwiegend intuitiv in einem zweiten längeren Prozess allmählicher Annäherung. Diese kennt sowohl die völlige Übermalung und nachfolgende Neusetzung wie auch das behutsame "Herausschälen". Ergänzt werden diese Arbeiten z.Zt. durch skizzenhafte Darstellungen, deren Entstehung sich einer entsprechenden Vorlage verdanken. Seit den Jahren 2006 kommen nun Blumen hinzu. Mehrere helle Blüten kontrastieren zum jeweils dunkleren Hintergrund. Wie die Personen verweisen auch sie dort, wo sie mit dem Element der Verwitterung spielen, auf ein Früher. Römische Malerei, Renaissance und Barock scheinen hier und da Pate gestanden zu haben.
Parallel zur figurativen Malerei entsteht nach wie vor Abstraktes, Farbfeldmalerei sowie Zeichenhaftes, zuweilen als ornamentales Versatzstück. Hier weitet sich manches nicht zur Serie, sondern bleibt singulärer Versuch.
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